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Datum: 26.11.2025

Brandgefährlich: Lithium-Ionen-Akkus

30 Brände pro Tag entstehen deutschlandweit in Müllfahrzeugen, Recyclinghöfen und Abfallbehandlungsanlagen, laut dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft. Und diese Brände sind besonders gefährlich. Schuld sind oft unscheinbare Begleiter unseres Alltags. Egal ob in Kopfhörern, Smartphones, Radios oder E-Bikes, Lithium-Ionen-Akkus halten unser digitales Leben am Laufen. Durch ihre Energiedichte und Kompaktheit sind sie für uns unentbehrlich geworden. Selbst die kleinsten E-Geräte profitieren von der schnellen Aufladbarkeit und der langen Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus.

Brandgefahr durch falsche Entsorgung

Doch wenn die Entsorgung ansteht, ist Vorsicht geboten, denn dann können Lithium-Ionen-Batterien ihre brandgefährliche Seite zeigen. So gelten im Restmüll entsorgte Lithium-Ionen-Akkus seit einigen Jahren als Hauptursache für Brände in Entsorgungsfahrzeugen und Sortieranlagen. Die Sachschäden, die falsch entsorgte Batterien und Akkus verursachen, sind schon jetzt gravierend und für die Mitarbeiter der Entsorgungswirtschaft potenziell lebensgefährlich. Denn Lithium-Ionen-Brände sind hartnäckig und besonders schwierig zu löschen. In den meisten Fällen, brennt der Akku komplett aus, bevor er gelöscht werden kann. Das Ergebnis: bis zu stundenlang anhaltendem Feuer.

Die Gefahr eines Brandes besteht besonders dann, wenn die Batterie:

  • mechanisch stark beschädigt wird, beispielsweise durch einen Sturz oder Aufprall,
  • wenn sie mit Luft oder Wasser in Kontakt kommt
  • oder wenn die Plus- und Minuspole über elektrische Leiter in Berührung geraten.

Tipps für ein langes Akku-Leben:

Die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Akkus ist begrenzt. Ausgehend von etwa 500-800 Ladezyklen bei wiederum einer wöchentlichen Ladung beträgt sie unter Idealbedingungen etwa 10-15 Jahre. Der richtige Umgang mit den Akkus ist wichtig für eine lange Lebensdauer.

  1. Akkus erreichen die längste Lebensdauer, wenn der Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent liegt. Im Gegensatz zu älteren Batterietechnologien haben Lithium-Ionen-Akkus keinen Memory-Effekt mehr, was bedeutet, dass sie auch zwischendurch geladen werden können.
  2. Lithium-Ionen-Akkus lieben eine Temperatur zwischen 20 und 35 Grad. Temperaturen darüber oder darunter können den Akku beschädigen oder die Laufzeit stark verkürzen. Daher sollten keine E-Geräte mit Lithium-Ionen-Akku an Sommertagen im Auto bleiben und E-Bikes und E-Scooter im Schatten abgestellt werden. Insbesondere im Winter sollten E-Bike-Akkus nicht in kalten Garagen aufbewahrt werden, da dies bleibende Schäden verursachen kann.
  3. Akkus nicht komplett entladen: Wenn ein Lithium-Ionen-Akku komplett entladen ist, spricht man von einer Tiefenentladung. Beispielsweise wenn, der Laubbläser weitergenutzt wird, obwohl der Akku bereits am Ende ist. In den allermeisten Fällen, sind die Geräte jedoch so programmiert, dass eine Tiefenentladung verhindert wird.

Keine Akkus in die Tonne! - Helft mit, die Sammelmenge zu erhöhen und die Umwelt zu schützen!

Lithium-Ionen-Akkus, die vor ca. 10 Jahren auf den Markt kamen, haben heute ihr Lebensende erreicht. Wichtig ist nun der richtige Entsorgungsweg! Wir alle sind dazu verpflichtet, Altbatterien und alte Akkus an den entsprechenden Sammelstellen zu entsorgen, um zu verhindern, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen, Brände entstehen und um die gesammelten Akkus und Altbatterien der Wiederverwertung zuzuführen.

Mit mehr als 200.000 Sammelstellen in Deutschland ist der Weg zur nächsten Sammelbox nicht weit. Und dank des einheitlichen Sammelstellenlogos sind die Boxen leicht zu erkennen. Jede Batterie zählt!

Wo und wie Akkus und Batterien richtig entsorgt werden, ist unser morgiges Thema!